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Hier die ersten Bilder von meiner KS 50 Super Sport. Eine Maschine dieses Typs fuhr ich 1969 im Alter von 16 Jahren.

Sie ist aus dem Jahre 1971 und bietet eine gute Restaurationsgrundlage.

Besonders schwer war es die KS 50 SS in dieser Ausführung zu bekommen, da sie meist mit hochgezogenen Sportauspuff und mit Büffeltank ausgeliefert wurde.

Am 21.08.2005 holte ich die Maschine im Schwarzwald ab. Hier lohnte die lange Fahrt. Hin- und zurück 932 km.

 

 

 

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Klein anfangen !!
Meine Restauration begann ich am 27.08.05.
Als erstes nahm ich mir die Lenkkopfabdeckung vor. Da einige Teile lackiert werden müssen, war dieses mein Übungsobjekt. Nach dem abschleifen und neu lackieren, stellte ich fest, das ich bei großen Teilen wie die Lampenmaske wohl besser mit Abbeize arbeite.
Jetzt geht es der Sitzbank ans Leder...
Der doch recht mitgenommenen Sitzbank rückte ich
mit Wiener-Kalk und Lederseife auf den Pelz, bzw. ans Leder. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Dick eingefettet mit Lederfett kann das Leder jetzt erst einmal in
Ruhe das Fett aufsaugen. Dadurch wird die Sitzbank
wieder schön geschmeidig.
Die Lampenmaske muss runter...
... also entfernte ich erst einmal den Lampenzierring
mit Scheinwerfer. Anschließend machte ich mir eine
Zeichnung wie die Kabel sowohl in der Lampe am
Zündschloss und auch am Lichtschalter
angeschlossen waren.
Da liegt sie nun...
... die abgebaute Lampenmaske. Nachdem alle Bowdenzüge entfernt waren, konnte ich leicht die Stummellenker demontieren.
Tacho, Kabel Schalter Zündschloss und alle nötigen Schrauben wurden entfernt und so zurecht gelegt, so dass es bei Einbau keine Schwierigkeiten gibt. (Hoffentlich)
Das Lenkkopflager...
...ist noch einwandfrei. Die vordere Gabel werde ich
bei meinen nächsten Schritten ausbauen. Dieses ist
nötig, da an der vorhandenen, die Befestigungslaschen
für die Schutzblechbügel auf einer Seite abgebrochen sind.
Hier hat jemand mal fürchterlich gepfuscht. Im Moment
sind die Schutzblechbügel mit Rohrschellen befestigt.
Das kann natürlich nicht so bleiben.
Sieht schon recht gerupft aus...
...meine KS 50 Super Sport. Aber es soll ja auch alles
ordentlich werden.
 
Drei Arbeitsschritte...
...zur neuen Lampenmaske. Obwohl mir das Ergebnis noch nicht ganz gefällt ! Ich werde wohl nochmals überschleifen und lackieren.

 

Fortschritte...
...machte in letzter Zeit die Restauration der KS 50 Super Sport. Die Federbeine vorn wurden gegen bessere getauscht. Die Schutzblechstreben konnten nun an der richtigen Stelle befestigt werden. Die Felgen und hinteren Federbeine wurden unter viel Schweiß und Muskelfett wieder zum glänzen gebracht. Ein neuer Auspuff , Gepäckträger und Lampenzierring wurden montiert. Viele Reinigungsarbeiten wurden akribisch durchgeführt. Das Ergebnis kann sich mittlerweile sehen lassen.
Viel Geduld...
...erforderte es diesen Tank zu bekommen.
Seit über einem halben Jahr wartete ich auf die Gelegenheit,
bei Ebay einen Tank zu ersteigern. Endlich habe ich ein Exemplar bekommen, welches meinen Ansprüchen entspricht. Der Tank wurde von mir nur aufgearbeitet und mit neuen Plaketten und Aufklebern versehen. Vom Vorbesitzer wurde er vorher von innen
schon glasgestrahlt.
Ein kleines Problem....             ...war es bis heute, die Goldlinierung auf dem Tank wieder herzustellen. Mit Goldlack und aufpinseln wollte ich mich nicht abgeben, wäre bei meinen Malkünsten zu ungenau geworden. Abkleben und aus der Dose lackieren, kam auch nicht in Frage. Bei einer Linie von nur 0,5mm, so abzukleben, dass es überall gleichmäßig würde traute ich mir nicht zu. Also was tun ? Klebeband...                           ...das war die Lösung. Aber nicht so einfach ein Lichtbeständiges, Säurefestes, Klebeband von 0,5mm Stärke zu bekommen. Schließlich kaufte ich, nach einem Tip aus dem www.zuendapp.net, das Band im Modellbauladen. hier wird das Band zum verzieren von Car-Racing Modellen verwendet. Im Dekofachhandel gibt es dieses Band übrigens auch noch. Da an der KS 50 SS ein Halter des Kettenspanners abgebrochen ist, muss diese gewechselt werden. Eine passende Schwinge für das 517 Modell war nicht so leicht aufzutreiben. Aber schließlich fand ich ein ganz brauchbares Teil, welches nur noch aufgearbeitet werden musste.
Hier nun die einbaufertige, aufgearbeitete Schwinge. Das der Tacho überhaupt noch funktionierte ist an sich schon bewundernswert. Aber der Zustand ließ doch scher zu wünschen übrig. Von innen war das Glas beschlagen und der Zeiger lag auf der Skala auf, wobei  er sich bei laufendem Tacho ruckhaft bewegte. Auch der Chromring war blind und hatte Farbspritzer abbekommen. Jetzt war chirurgische Arbeit angesagt. Zuerst musste ich den Chromring vorsichtig aufbördeln. Jetzt konnte ich ihn abnehmen und das Glas und den Ring bearbeiten. Ganz vorsichtig nahm ich den Zeiger ab. Er hatte sich wohl durch Sonneneinstrahlung verbogen. Mit dem Bügeleisen und kleinste Wärmestufe, bekam ich ihn wieder gerade. Alles wieder zusammengebaut und abgedichtet, fertig !

Dank einer preiswerten Tisch-Schleifmaschine aus dem Baumarkt, die ich zur Poliermaschine umgebaut habe, ist das polieren von Teilen nicht mehr so schweißtreibend Als Beispiel hier ein paar Bilder von der hinteren Bremsplatte und der Zahnkranzaufnahme. Die Bilder zeigen den Zustand vor- und nach dem polieren. So poliert gab es die Aluteile selbst bei der neuen KS 50 Super Sport von Zündapp nicht. Mit der Poliermaschine war natürlich beim polieren des Zylinderkopfs nichts anzufangen. Hier war mal wieder Einfallsreichtum gefragt.

(Der Brennraum und die Unterseite wurde nur mit Reinigungsbenzin und weicher Bürste behandelt.)

Hier nun die Hilfsmittel zur Politur des Zylinderkopfes. Mit Waschbenzin und weicher Bürste wurde erst einmal der grobe Ölschmier- und Ruß entfernt. Dann habe ich mit Nevrdull-Watte den schon fast einbrannten hartnäckigen Ruß entfernt. Anschließend mit Alupolitur gereinigt und poliert. in den engen Zwischenräumen musste schließlich mein Holz-Pfannenheber herhalten, den ich mit dem Poliertuch umwickelte. Ebenso gereinigt und Poliert wurde auch der Zylinder. Es hat schon einen ganzen Sonntagnachmittag gedauert bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war.

 

Ich glaube so langsam werde ich zum Fetischisten, was das polieren angeht.
Hier nun die Vereinigung von Zylinderkopf und Zylinder. Bei Ebay ersteigert (oben) und natürlich auch gleich poliert (unten). Diesmal aber wieder mit der Maschine. Das Emblem kommt vorne auf das Schutzblech, wie es auch schon bei meiner C 50 Sport angebracht ist. Auch die  Kleinteile sollen wenn die Maschine fertig ist ins Auge springen. Die Aluteile sehen nach dem polieren wirklich wie verchromt aus. Sie stehen dem Glanz des Kettenschutzes in nichts nach.
Nachdem ich den Motor ausgebaut hatte, war es am 25.04.06 dann soweit. Ich brachte den Motor zu Generalüberholung zum Jupp Holler nach Köln. Er ist ein Spezialist für Restau- rationsarbeiten an Zündapp Fahrzeugen und hat sein Handwerk noch von der Pike auf bei seinem Vater erlernt. Der Vater hatte eine Zündapp- vertretung, welche Jupp dann später übernahm. Zuerst hatte ich vor den Motor selbst auf Vordermann zu bringen, da aber die Spezialwerkzeuge, wenn ich sie mir dann alle kaufen würde schon bald soviel kosten würden wie die Überholung vom Fachmann, habe ich mich für Jupp Holler entschieden. Er wird mir den Motor von Grund auf neu aufbauen. Der Vorteil für mich liegt in der liebevoll fachmännisch ausgeführten Arbeit und in der Garantie, die ih auf den Motor bekomme. Beim Jupp habe ich mir auch gleich noch zwei originale Zündapp Schwingenlager mitgenommen. Während der Zeit bis der Motor fertig ist werde ich natürlich weiter an der Zündapp arbeiten.
Hier dann die Schwinge wie sie wieder komplett verbaut ist. Bis ich soweit war, waren aber noch etliche Hürden zu nehmen. Allein das aus- und einbauen der Schwingenlager hat mich mehrere Stunden und 2 Liter Schweiß gekostet. Nun mußte ich leider feststellen das ich die Schwingenachse nicht mehr einstecken konnte. Die Schwinge war an der Achsenaufnahme um ca. 2mm verzogen. Da mußte ich erst einmal eine Nacht darüber schlafen. Mit einem Gummihammer und größter Vorsicht habe ich die Schwinge nach 2 Std. dann soweit gehabt, dass die Achse wieder einwandfrei paßte. Der Einbau mit dem unterlegen der O-Ringe und der Staubschutzteller war noch einmal eine große Fummellei. Schließlich hatte ich es geschafft. Hier das Bild von der Motoraufnahme mit Anbau der neu überholten Fußrastenanlage. Allein aus der Motoraufnahme und dem dahinterliegendem Hohlraum habe ich bestimmt 1/2 Pfund Kniest und Knaster herausgekratzt. Naja nach fast 40 Jahren soll sich da auch einiges angesammelt haben. Schließlich alles noch schön abgewaschen und dann lackiert, so kann es sich wieder sehen lassen.
Den Tank den ihr weiter oben seht, habe ich jetzt auch montiert. Alle Anbauteile die auch auf den weiteren Bildern im anmontierten Zustand seht, sind die Teile die weiter oben auch schon zu sehen sind. So langsam rundet sich das Bild der KS 50 Super Sport. Hier das vordere Schutzblech mit dem poliertem, bei Ebay ersteigertem Zündappemblem. Das Vorderrad ist bis auf die neuen Schutzblechstreben, der vorläufigen Säuberung und den neu eingesetzten Bremsbacken noch nicht im endgültigen Zustand. Die Räder werden noch neu eingespeicht und mit anderen Felgen versehen. Leider sind an den Gabelendstücken viele Chrompickel, aber kommt Zeit kommt Rat und vielleicht irgendwann auch einmal neue Chromteile.
Auch die Aufsicht auf den restaurierten Vorderbau läßt die frisch polierten Teile erkennen. Neue Lenkergriffe waren auch fällig. Der Tacho und die Lampe warten noch auf den Einbau. So und hier nun die Zwischenbilanz. Alles in allem, bin ich doch recht zufrieden. Nur die Lampenmaske gefällt mir mit meiner Lackierung aus der Sprühdose noch nicht so gut. Ich bekomm trotz doppeltem Klarlack keinen richtigen Hochglanz. Bin halt nicht im Sprühdosenlackieren geübt und die Erfahrung fehlt mir hier. Also werde ich die Lampenmaske professionell lackieren lassen. Der Zündappfreund, bei welchem ich die Schwinge kaufte, hat mir für einen guten Preis zwei gebrauchte Felgen verkauft, die heute auf Hochglanz gebracht habe.
Hier kann man sehen was gutes reinigen und polieren bringt. Meine alten Felgen sind leider nicht mehr zu retten. Durch die lange Standzeit hat sich unter einem Farbklecks, es war wohl mal rote Farbe auf die Felge getropft, der Rost so richtig entwickeln können. Der Chrom ist an diesen Stellen zerstört und nicht wieder zum glänzen zu bringen. Obwohl die Felge sonst noch Tiptop ist. Was lange währt... Endlich habe ich nach mehreren Anläufen bei Ebay Sturzbügel ersteigern können. Entweder waren die seltenen Sturzbügel nicht erschwinglich, oder ein lieber Zündappfreund aus Holland ist mir zuvor gekommen. Nun aber habe ich sie ersteigert, "juchu", noch dazu neu aus altem Lagerbestand, noch Originalverpackt. Fehlingbügel waren auch an meiner KS 50 Super Sport im Jahre 1969 verbaut. Somit kann also meine jetzige Maschine wieder genauso aussehen wie damals. Meiner Meinung nach machen die Bügel sich gerade an dem 517er Modell sehr gut und geben ein richtig "fettes" aussehen.
Die folgenden Bilder wurden mir von "Jupp Holler" aus Köln zugesandt. Sie zeigen meinen Motor, vor- und während der Restaurationsarbeiten.
Am 12.07.06 habe ich meinen totalüberholten Motor beim Jupp in Köln abgeholt. Ich muß sagen, ich bin total begeistert. Das ganze war zwar recht kostspielig, aber für diese fachmännische Arbeit in keiner Weise überteuert.

Hier auch noch einmal der Link zu Jupp Hollers Seite.

www.zuendapp-service.de

Die folgenden Bilder zeigen die Dokumentation während der Restaurierungsarbeiten. Sehr interessant sind auch die schriftlichen Daten und Fakten die Herr holler festgehalten hat und mir auch zur Verfügung stellte. Das zeigt schon die vertrauenswürdige und gewissenhafte Arbeit die von Herrn Holler hier erledigt wurde.
Und hier noch einmal ein Vorher- und Nachher Vergleich

Es folgt die schriftliche Dokumentation der ausgeführten Arbeiten.

Hier habe ich nur ein Link angelegt.

 

Dokumentation

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Dokumentation

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Heute am 19.07.06, nach fast einem Jahr ist meine Zündapp KS 50 Super Sport nun fertig geworden. Die letzten Arbeiten die noch zu erledigen waren, sind nun innerhalb einer Woche beendet worden. Dazu gehörten die Montage des Motors, das austauschen der Reifen, die komplette Montage des Hinterrades und nochmals polieren, polieren und polieren. Ein paar Kleinigkeiten, wie eine neue Dichtung für den Vergasertopf, sind noch zu erledigen. Bessere Felgen (siehe oben) liegen auch noch bereit und werden bis zur nächsten Saison sicherlich eingespeicht und fertig sein.

Die nachfolgenden Bilder zeigen die Zündapp noch von verschiedenen Aufnahmeperspektiven.

 

Tja, da bleibt nur die Frage:

"Was mache ich als nächstes"

Nachtrag !

Im Jahre 2011 bekam die Zündapp einen neu überarbeiteten Orginalzylinder verpaßt, mit passendem neuen Kolben. Der Erstzylinder hatte knapp 62.000 km gelaufen.